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5. Mai 2021

Hashtags –

Vom Musiksymbol zum Internettrend

Autor: Paula Neumann von CONTAGIO GmbH

Das kleine Rauten Symbol vor einem Wort begleitet uns schon seit einer ganzen Weile in allen sozialen Netzwerken, die das Internet zu bieten hat. #metoo oder #blacklivesmatter gehen viral und jeder spricht darüber. Doch was genau steckt dahinter?

Bild: Jan Baborak von Unsplash

Der sogenannte „Hashtag“ beschreibt Wörter oder auch Zeichenketten, mit einem vorangestelltem Doppelkreuz. Verwendet wird dieser bei Facebook, Instagram, Twitter, Google + und Co. Es gibt ihn bereits seit dem 12. Jahrhundert. Damals wurde die Raute als musikalisches Symbol genutzt, unter dem es sie auch heute noch gibt. In den 60er Jahren erreichte die Raute die Technik – auf Telefonen diente sie dazu, Informationen an das System des Telefonbetreibers zu senden. 20 Jahre später fungierte sie als Zeichen in vielen Programmiersprachen im IT-Bereich.

 

Was steckt hinter dem Rauten Symbol im Internet?

Den Namen „Hashtag“ trägt die Raute offiziell erst seit dem 23. August 2007, als die Geschichte des Hashtags, wie wir ihn heute kennen, durch Rechtsanwalt und Internet-Aktivist Chris Messina begann. Messina postete auf dem Microblogging-Dienst Twitter „how do you feel about using # (pound) for groups. As in #barcamp [msg]?“ mit dem Ziel, den Hashtag zu nutzen, um Tweets besser gruppieren zu können.
Twitter lehnte ab und das Doppelkreuz stand weiterhin in der Kritik. Erst seit 2009 etablierte er sich in den sozialen Netzwerken. Aussagekräftige Hashtags, die eine Reichweite in Millionengröße geschaffen haben, sind unter anderem #metoo, #blacklivesmatter oder auch #icebucketchallenge.

Übrigens gibt es den Hashtag #metoo bereits länger als man denkt.  Er wurde schon 2006 von Aktivistin Tarana Burke ins Leben gerufen, um auf den sexuellen Missbrauch an Frauen aufmerksam zu machen. Im Oktober 2017 rückte der Hashtag dann in den Fokus der breiten Öffentlichkeit, durch den Skandal der sexuellen Belästigung und Vergewaltigung an Frauen durch Harvey Weinstein.
Ein weiterer geschichtsträchtiger Hashtag ist #blacklivesmatter. 2013 als Hashtag in den USA etabliert, macht soll gegen Rassismus, Polizeigewalt und Diskriminierung von Afroamerikanern stark machen. Er gab den Menschen ein Gefühl des Zusammenhalts, während sie wochenlang für Gleichberechtigung auf die Straße gingen und demonstrierten.

Sagt Ihnen noch die #icebucketchallenge etwas? Menschen ließen sich für einen guten Zweck einen Eimer eiskaltes Wasser über den Kopf gießen. Der Hashtag zu dieser Challenge ging viral, denn Nutzer stellten davon reihenweise Videos in die Social Media-Netzwerke, um auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam zu machen und für deren Erforschung zu spenden.

 

#blacklivesmatter als Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung an Afroamerikanern

Bild: Simone Fischer von Unsplash

Der Hashtag nimmt im Marketing eine besondere Rolle ein

Im Marketing bieten sich Hashtags besonders für Marken und Unternehmen an – sie können bei der Markenstärkung helfen, Kampagnen messbar machen und plattformübergreifend branden. Einheitliche, klar zuordenbare Hashtags stärken das Markenbild, erreichen mehr Interaktionen und schaffen eine Identifikation der Marke.

Unterschieden wird im Marketing zwischen den Branded Hashtags und den Community Hashtags. Branded Hashtags werden vermehrt von Marken oder Unternehmen aufgerufen, um aktuell laufende Kampagnen und Events zu bewerben und somit User Generated Content zu generieren. Community Hashtags widmen sich eher speziellen (Nischen-)Themen und der Relevanz zum Beitrag.

Hashtags bieten eine gute Möglichkeit zur Content Recherche. Themen, die mit Hashtags ausgedrückt werden und relevant für die Zielgruppe sind, können leicht herausgefiltert werden. Durch den Einsatz von Hashtags können neue Follower generiert werden, wenn diese User einem bestimmten Hashtag in den sozialen Netzwerken folgen – vor allem Instagram macht sich diese Funktion zu Nutze.

Doch Hashtags informieren nicht nur über die eigene Marke, sondern auch über die Konkurrenz, die ihre Brand im gleichen Bereich vermarkten möchte. Eine gute Hashtag Recherche ist deshalb besonders wichtig. Top-Hashtags geben Auskunft, welcher Trend die User zurzeit besonders bewegt und welche Marke ganz vorne liegt.

Um up-to-date zu sein, lohnt es sich die Recherche ausführlich und regelmäßig zu machen – am besten für jedes Netzwerk, welches man bespielen möchte, separat. Denn Top-Hashtags auf Instagram unterscheiden sich beispielsweise von denen auf LinkedIn, und bei Giganten Facebook werden Hashtags bisher eher vernachlässigt. Verschiedene Tools, sowohl kostenpflichtig als auch kostenlos im Internet bieten sich dafür an. Diese können eigene Hashtags generieren und bereits existierende analysieren.

Da sich die Relevanz und die Vielfalt der Hashtags in den verschiedenen sozialen Netzwerken groß unterscheiden kann, sollte man sich vorher Gedanken um die richtige Strategie machen. Wie Ihnen das gelingen kann und worauf man bei dem Hashtag-Gebrauch bei Instagram, Twitter, LinkedIn und Co. besonders achten muss, erfahren Sie in dem zweiten Teil unserer Hashtag-Reihe.

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